Handgranaten, Drive-by-Shootings, Mafia-Verhältnisse: LKA-Präsident moniert Eskalation der Bandenkriminalität

vor 6 Monaten

Handgranaten, Drive-by-Shootings, Mafia-Verhältnisse: LKA-Präsident moniert Eskalation der Bandenkriminalität
Bildquelle: Apollo News

Der baden-württembergische LKA-Präsident Andreas Stenger warnt vor einer neuen, gewalttätigen Form der Jugend- und Bandenkriminalität. In einem Interview mit der Welt erklärt der Kriminalbeamte, dass Jugendliche sogar zu Schießereien bereit wären, um sich gegen andere Gruppierungen durchzusetzen. Die Täter hätten häufig eine „Zuwanderungsgeschichte“ und stammten meist aus sozial schwachen Milieus.

Das neue Kriminalitätsfeld, das seit etwa zwei Jahren im Raum Stuttgart besteht, beschreibt das LKA als „subkulturelle Gewaltkriminalität“. Die ethnischen Hintergründe der Täter seien oft unterschiedlich, der einende Faktor sei meist das örtliche Umfeld, in dem die Jugendlichen, aber auch Männer bis zu 30 Jahren, aufwachsen: „Das war das verbindende Element, die gleiche Postleitzahl.“

Die Banden gehen mit äußerster Brutalität gegeneinander vor. Erst im Dezember war auf einem Spielplatz ein erst 16-Jähriger niedergeschossen worden. Laut Stenger würden die Banden sogar noch weiter gehen: „Bis hin zu Drive-by-Shootings und Handgranatenwürfen.“ Aber auch Messerstraftaten sind im Milieu häufig. Seit das Phänomen der Polizei bekannt ist, wurden im Milieu knapp 150 Waffen sichergestellt, darunter 36 Schusswaffen.

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