Das im sachsen-anhaltinischen Harzgerode ansässige Unternehmen Bohai Trimet hat am Dienstag bekannt gegeben, Insolvenz angemeldet zu haben. Der Automobilzulieferer produziert u.a. Getriebe- und Karosserieteile; ein entscheidender Kunde war Volkswagen. Den 580 Mitarbeitern am Standort Harzgerode droht das Aus – für drei Monate sei die weitere Zahlung von Gehältern noch gesichert. Weitere 100 Mitarbeiter sind in Thüringen in Sömmerda beschäftigt.
Insolvenzverwalter Spiekermann will das Werk mithilfe von neuen Investoren erhalten, der Plan ist allerdings offen. „Wichtigste Aufgabe ist es jetzt, die Produktion stabil zu halten und sämtliche Lieferverpflichtungen zu erfüllen“, erklärte er. Für die ohnehin strukturschwache Region im Unterharz ist es einer der wichtigsten Arbeitgeber. Das Unternehmen gehört zum chinesischen Konzern Bohai Automotive Systems.
Erst jüngst gab es in der Region weitere Pleiten. Erst im vergangenen Monat hatten der Automobilzulieferer Schlote aus Harzgerode mit fast 400 Mitarbeitern sowie die Boryszew Kunststofftechnik mit rund 500 Mitarbeitern Insolvenz angemeldet. Boryszew und Bohai Trimet sind beide unter den größten Automobilzulieferern Sachsen-Anhalts.
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