Es war eine Nachricht, die zu Beginn der Woche für Aufsehen sorgte: Bei dem freien Fotojournalisten Leon Enrique Montero, der unter anderem für die taz arbeitet, kam es zu einer Hausdurchsuchung; dabei wurden seine Speichermedien, Telefone, Kameras und Computer beschlagnahmt. Die taz sah darin einen „Angriff auf die Pressefreiheit“, Chefredakteurin Ulrike Winkelmann meldete sich zu Wort: „Wir verlangen, dass unser freier Fotograf seine Arbeitsmaterialien sofort zurückbekommt.“ Es könne nicht sein, dass die Polizei hier einen freien Mitarbeiter an seiner Berufsausübung hindert. Der Blog Volksverpetzer und ARD-Journalist Silvio Duwe solidarisierten sich mit Montero. „Wir stehen an der Seite unseres Kollegen“, hieß es.
Dabei blieben die Hintergründe der Razzia bei Montero nebulös. Wie aus der Pressemitteilung der taz hervorging, soll die polizeiliche Maßnahme im Zusammenhang mit einer „Auseinandersetzung zwischen linken Demonstrant:innen und Personen aus dem rechten Spektrum“ gestanden haben. Der Zwischenfall, der zur Hausdurchsuchung bei Montero führte, habe sich am Rande der Demonstration „Gerechtigkeit für Lorenz“ vom 8. November 2025 ereignet. Damals demonstrierten einige Hundert Personen in Oldenburg gegen Polizeigewalt der Grund: Im vergangenen Jahr war der junge schwarze Erwachsene Lorenz A. in der Innenstadt Oldenburgs bei einem Polizeieinsatz erschossen worden. Seitdem mobilisieren Freunde, Angehörige und Familie, aber auch die linke Szene in Norddeutschland immer wieder zu Protesten gegen eine angeblich rassistische Polizei. So auch an diesem Samstag im November
Wurde hier bei einem linken Fotojournalisten wegen angefertigter Fotos von Gegendemonstranten in die Privatsphäre eingedrungen? Standen womöglich Äußerungsdelikte oder veröffentlichte Bilder im Zentrum der Razzia?
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