Weil er für die AfD im Stadtrat sitzt, ist der Politiker Bernd Ulrich aus dem Heimatverein „Ratinger Jonges“ ausgeschlossen worden – obwohl er dort lediglich einfaches Mitglied ohne Funktion war und sich der Verein selbst eigentlich als gänzlich unpolitisch versteht. Ulrich sagt, er sei Opfer einer Kampagne von Medien und anderen Parteien geworden, und erklärt gegenüber NIUS: „Die ‚Jonges‘ sind ein reiner Heimatverein ohne politischen Anteil.“
Es war Anfang März, als Edgar Dullni, Vorsitzender der Ratinger Jonges, bekanntgab, man habe die Mitgliedschaft des AfD-Politikers Bernd Ulrich beendet und damit auf die anhaltende Kritik innerhalb und außerhalb des Vereins reagiert. In einer schriftlichen Stellungnahme betonte Dullni damals, er bedaure es „zutiefst“, das Empfinden der Mitgliedschaft durch die Aufnahme verletzt zu haben. Allerdings widerspreche es seinem ethischen Verhalten und demokratischen Verständnis, jemanden allein aufgrund der Parteizugehörigkeit auszuschließen. Trotzdem habe er sich nun einvernehmlich mit dem Vorstand zu einem Schritt entschlossen, um weiteren Schaden abzuwenden.
Ulrich selbst berichtet gegenüber NIUS, die Lokalpresse habe sich regelrecht auf ihn gestürzt: „Es war eine regelrechte Kampagne“. Auch andere Parteien im Stadtrat hätten in der privaten Causa gegen ihn agitiert. „Nur die CDU und die FDP haben sich rausgehalten“, so der 76-Jährige.
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