Die Grünen haben mit dem Klimawandel kein Glück mehr. Vor der Sommerpause wollen sie eine Aktuelle Stunde im Bundestag nutzen, um über Dürre und Hitze zu sprechen. Doch währenddessen geht draußen ein heftiger Wolkenbruch nieder. Für den Sommer haben sie das Thema Auswirkungen der Klimakatastrophe auf den Tourismus orchestriert. Aber eine entsprechende Antwort der Regierungen sagt, dass es keine Auswirkungen gibt. Die staatlichen und staatsnahen Medien hatten sich zusammen mit ihrer Lieblingspartei auf das Thema vorbereitet – und versuchten es mit dem „Narrativ“ zu retten, dass der Klimawandel in Zukunft den Tourismus beeinflussen könnte.
Nun ist der Höllensommer des Jahrhunderts vorbei – oder vielmehr schon wieder ausgefallen, nachdem grüne Medien diesen im Frühjahr noch rituell beschworen hatten. Die Grünen haben wieder eine Aktuelle Stunde einberufen. Draußen gewittert es erneut. Dieses Mal passt es zum Thema der Grünen, die ihre Aktuelle Stunde “Herbst des Klimaschutzes” genannt haben. Blöd nur, dass sie das Framing anders gemeint haben.
Kanzler Friedrich Merz (CDU) hat den “Herbst der Reformen” versprochen. Tatsächlich warten Unternehmer darauf, dass die Lohnnebenkosten sinken. Beschäftigte, dass sie wieder mehr verdienen als ein Langzeitarbeitsloser, den sie mit ihren Steuern und Beiträgen finanzieren. Frauen, dass die Uhrzeit egal ist, zu der sie in einen Bus oder eine Bahn einsteigen. Bürgermeister, dass die Regierung sie beim Einzug von Einwanderern ohne Job-Perspektive entlasten. Und weil so viele tatsächlich auf den “Herbst der Reformen” warten, hängen sich die Grünen dran und rufen den “Herbst des Klimaschutzes” aus. Weil sie denken, “Herbst” sei das entscheidende Wort in dem Versprechen. Sie haben derzeit wirklich kein Glück mit dem Klimawandel.
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