Die EU-Kommission befasst sich mit einer Bürgerpetition, die ein Verbot von „Konversionstherapien“ für Jugendliche und Erwachsene in der gesamten Europäischen Union anstrebt. Die Forderungen der Petition sind weitreichend: Gespräche von Psychologen mit Erwachsenen oder ein Hinterfragen, warum Jugendliche plötzlich das Gefühl haben, im falschen Körper zu sein, könnte strafbar werden.
Die Petition wurde am Montag als gültig anerkannt. Laut Eureporter gab es 1.128.063 gültige Unterschriften. Damit sind die formalen Mindestanforderungen von einer Million Unterschriften von Menschen aus einem Viertel der Mitgliedstaaten erfüllt. Nun hat die EU-Kommission ein halbes Jahr lang Zeit, auf die Petition zu reagieren.
Gefordert wird ein „verbindliches Rechtsverbot für Konversionspraktiken gegen LGBTQ+-Bürger“. Gemeint sind damit laut dem Schreiben unter Verweis auf einen Bericht des EU-Parlamentsausschusses für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres aus dem Juli 2023 alle „Eingriffe, die darauf abzielen, die sexuelle Orientierung, die Geschlechtsidentität und/oder den Geschlechtsausdruck von LGBTQ+-Personen zu verändern, zu unterdrücken oder zu verdrängen.“
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