Deutsche Sicherheitsbehörden sind bei Terror- oder Geheimdienst-Ermittlungen nach wie vor stark von der Hilfe internationaler Partner abhängig. Wie die Bild berichtet, kam der entscheidende Hinweis auf einen mutmaßlichen Agenten, der für den Iran jüdische Personen und Orte ausspioniert habe soll, von dem israelischen Geheimdienst „Mossad“. Der Verdächtige konnte laut Bundesanwaltschaft infolgedessen am 26. Juni durch dänische Beamte in Aarhus festgenommen werden.
Ihm wird vorgeworfen, drei jüdische oder israelische Objekte in Berlin ausgespäht zu haben, um geheimdienstliche Operationen, „möglicherweise bis hin zu Anschlägen“ in Deutschland vorzubereiten. Der Auftrag dazu sei Anfang dieses Jahres von einem iranischen Geheimdienst gekommen.
Es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass der deutsche Nachrichtendienst bei der Vereitelung von Terror-Anschlägen auf Auslandsgeheimdienste angewiesen ist. Beispielsweise warnte der amerikanische Geheimdienst CIA 2018 vor einem tunesischen Staatsbürger, der in Köln-Chorweiler versuchte, eine Rizin-Bombe zu bauen. Weiterhin gaben ausländische Geheimdienste laut NDR 2023 unter anderem Hinweise auf einen Anschlag auf den Leverkusener Weihnachtsmarkt und wiesen dem Tagesspiegel zufolge auf die Anschlagspläne eines 17-jährigen aus Elmshorn im vergangenen Jahr hin.
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