Bei den Elektroautos von Volkswagen ist es zu einem erheblichen Datenschutz-Versagen gekommen. Bei der Softwaretochter von Volkswagen, Cariad, habe es demnach ein gigantisches Datenleck gegeben, das die Bewegungsdaten von 800.000 E-Autos in Europa sowie die Kontaktinformationen zu deren Besitzern öffentlich gemacht hat. Die privaten, hochsensiblen Daten seien, so die Recherche, in einer Cloud von Amazon ohne Sicherung einsehbar gewesen. Das berichtete der Spiegel, nachdem der „Chaos Computer Club“ darauf aufmerksam gemacht hatte. Im Voraus gab es bei Elektroautos immer wieder Bedenken wegen der Cybersicherheit der elektrischen Fahrzeuge – mit dem Datenleck wird eine Angst Realität. Für Volkswagen ist es das nächste Desaster in der E-Autosparte.
Der „Chaos Computer Club“ (CCC) deckte am Freitag auf, dass Volkswagen die genauen Bewegungsdaten von hunderttausenden Fahrzeugen der Marken VW, Audi, Skoda und Seat über lange Zeiträume systematisch erfasst hatte und sie in einem Datensystem gespeichert wurden. Volkswagen hatte also, meist ohne das Wissen der Fahrzeughalter, Zugriff auf sämtliche Bewegungen des Autos – mit genauem Standort, so der CCC in seinem Bericht über die Enthüllungen.
Wäre das nicht schon Skandal genug, waren die gespeicherten Daten offenbar, zusammen mit den privaten Informationen über die Fahrzeughalter, ungeschützt im Internet zugänglich. De facto hätte also jeder einsehen können, wer wie mit seinem Volkswagen-Auto gefahren ist und problemlos über die Amazon-Cloud sensibelste Daten abrufen können.
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