Es gibt Restaurants, die man als Feinschmecker unbedingt besucht haben sollte. Und wo man, wenn man sie einmal besucht hat, womöglich zum Stammgast wird. Zu diesen illustren Adressen zählt die Auberge de l’Ill der elsässischen Gastronomenfamilie Haeberlin in Illhaeusern, knapp zwanzig Kilometer westlich von Colmar. Ein Hort der Tradition und Qualität, der unerschütterlich den Stürmen der Zeit trotzt, die auch die Gestade der Gastronomie umbrausen. Allein das Ambiente ist eine Reise wert, die unvergleichlich-romantische Lage direkt am Ufer der Ill, die aus dem französischen Jura kommend Mülhausen, Colmar und Schlettstadt umfließt, um bei Straßburg in den Rhein zu münden.
Im idyllischen Garten der Auberge kann man bei schönen Sommertagen einen Apéritif genießen, bevor man sich in die Gasträume im Inneren des Hauses begibt, die eine moderne, zurückhaltende Eleganz ausstrahlen. Die Service-Equipe der beiden Oberkellner Laurent Schneider und Stéphane Laruelle ist in gedecktes Blau gewandet und versieht ihren Dienst mit jener unaufdringlichen Souveränität, wie sie sich nur in Häusern einstellt, die schon viele Große und Möchtegerngroße kommen und gehen sahen.
Das Anwesen der Auberge, zu dem auch das luxuriöse „Hotel des Berges“ gehört, befindet sich seit 1882 in Familienbesitz, wurde zunächst unter dem Namen „L’Arbre vert“ („Grüner Baum“) als Café und Wirtshaus betrieben. Nach seiner Zerstörung beim Einmarsch der deutschen Wehrmacht ins Elsass im Jahre 1940 baute es die Familie Haeberlin wieder auf eröffnete es unter dem bis heute gültigen Namen L’Auberge de l’Ill neu.
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