Im Gespräch mit dem Spiegel rechtfertigt Kai Wegner seine Tennisstunde am 3. Januar, als in rund 44.500 Haushalten im Südwesten Berlins der Strom wegen eines linksextremistischen Brandanschlags ausfiel. „Ich bin immer erreichbar”, sagte er. Das Handy habe er während der Sportstunde auf eine Bank neben seine Tennistasche gelegt. Es sei auf laut gestellt gewesen. „Wenn das Handy da liegt”, sagt er, „hört man es selbstverständlich. Ich bin dann immer mal wieder zur Bank gegangen und habe nachgesehen: Gibt es eine Nachricht? Ist was passiert? Gibt es was Neues?”
Sein Handy habe er stets bei sich. Er sagt, dass viel Unsinn berichtet worden sei. Beispielsweise, dass die Innensenatorin Iris Spranger ihn nicht habe erreichen können, weil sein Handy abgeschaltet gewesen sei. „Mein Smartphone ist nie abgeschaltet”, hält er entgegen. „Auch nachts bin ich immer zu erreichen.” Wenn er im Fernsehen auftrete, gebe er sein Handy einer Mitarbeiterin, die es im Auge behalten soll. Es ist der Versuch des Regierenden Bürgermeisters, seiner Sicht der Dinge mehr Gehör zu verschaffen.
Doch ändert Wegners Aussage nichts daran, dass Spranger selbst sagte, dass sie den Regierenden Bürgermeister an dem Samstag zuerst nicht erreichen konnte. Um 8:05 Uhr habe Spranger den Bürgermeister angerufen. Doch am Telefon Wegners tat sich nichts, denn das Telefon des Bürgermeisters war ausgeschaltet. „Das war noch ausgeschaltet, samstags nicht unüblich“, beschreibt Spranger diesen Vorgang (mehr dazu hier).
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