Sahra Wagenknecht hat sich in die zunehmend heftige Debatte über den Umgang mit der AfD eingeschaltet. Die Parteivorsitzende des BSW sprach sich dabei dafür aus, die Brandmauer in Teilen abzubauen – diese hat das BSW auf Bundesebene bereits während der Migrationsabstimmungen und den Abstimmungen über das neue Sondervermögen begraben.
In Bezug auf den Vorschlag des ehemaligen Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, der AfD wieder Ausschussvorsitzende im Bundestag einzugestehen, sagte Wagenknecht im Gespräch mit der Welt: „Die Debatte um die Äußerungen von Jens Spahn zum Umgang mit der AfD ist grotesk.“ Man würde dadurch keinen Wähler zurückgewinnen können. Sie ging sogar noch weiter: „Seit acht Jahren hält man an dieser Idiotie fest“, empörte sich die BSW-Politikerin.
Der AfD etwa den Vizepräsidenten vorzuenthalten sei „kein antifaschistischer Coup“, so Wagenknecht weiter, „sondern einfach mangelnder Respekt vor demokratischen Regeln.“ Den Befürwortern des Brandmauerkurses warf sie deshalb vor, nicht nur der AfD zu helfen, sondern die Polarisierung im Land zu verstärken.
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