Bei Illner: Die Grünen entdecken den kleinen Mann

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Bei Illner: Die Grünen entdecken den kleinen Mann
Bildquelle: Tichys Einblick

Das Jahr geht zu Ende und der Wahlkampf hat begonnen. Ein letztes Mal lädt Illner in diesem Jahr zu ihrer Runde. Es geht gesittet zu. SPD-Chef Lars Klingbeil, Grünen-Chef Felix Banaszak und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt kommen nur selten in ein Streitgespräch. Die Politiker legen den Fokus darauf, ihre Wahlversprechen zu platzieren. Einzig Alexander Dobrindt teilt ab und zu gegen die Grünen aus.

Die Sendung hat daher keinen großen Unterhaltungsfaktor. Sie wirkt wie ein Vorglühen auf die kommenden Koalitionsverhandlungen nach den Wahlen. Es fehlt das Salz in der politischen Suppe. Es fehlt die AfD. Die zweitstärkste Partei in den Umfragen wird nie zu Illner geladen. Wer sich Woche für Woche den Talk anschaut, könnte glatt vergessen, dass es die AfD gibt. Dabei würde Alice Weidel der Runde gut tun. Denn dem Zuseher wird bei Illner nur die angebliche Alternativlosigkeit von Union, SPD und Grünen geboten. Und dieser Konstellation fehlt jeglicher Unterhaltungsfaktor im Sinne einer lebhaften Debatte.

Die Grünen wollen in diesem Wahlkampf sozialer wahrgenommen werden. Sozialer Ausgleich ist das Hauptthema der Grünen. „Wir haben hohe Lebensmittel- und Strompreise registriert“, erklärt der Grünen-Chef Felix Banaszak. Ziel seiner Partei sei es, Politik gegen die explodierenden Lebenshaltungskosten zu machen, sagt Banaszak. Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, wenn ausgerechnet die Partei der Teuerung von Entlastung für den kleinen Mann spricht. Die Grünen sind verantwortlich für eine saftige CO2-Steuer, wollen die Mehrwertsteuer auf tierische Lebensmittel erhöhen, wollen eine Zuckersteuer einführen und die Einkommensteuer anheben.

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