Im Zeichen der Wahl, Gold setzt Rekordlauf fort, Problematisches Urteil für KI-Firmen

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Im Zeichen der Wahl, Gold setzt Rekordlauf fort, Problematisches Urteil für KI-Firmen
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Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis die 3.000-Dollar-Marke beim Goldpreis fällt. Sollte US-Präsident Donald Trump den „Trade War“ über angedrohte oder tatsächlich eingeführte Zölle weiter verschärfen, dann – so die Analysten von Goldman Sachs – könnte das Edelmetall bis auf 3.500 Dollar steigen. Auch sonst stimmt das Umfeld für Goldanleger und -spekulanten: Die Zentralbanken haben 2024 das dritte Jahr in Folge über 1.000 Tonnen des gelben Metalls gekauft und der Trend sollte sich in diesem Jahr fortsetzen. Zudem helfen sinkende Zinsen dem Goldpreis; last but not least tragen die mannigfaltigen geopolitischen Krisen dazu bei, dass Anleger weiter auf Nummer sicher gehen und ihre Goldbestände aufstocken.

Eine Alternative sind Goldminen-Aktien. Die Minenbetreiber haben erst im vergangenen Jahr wirklich angefangen, vom Boom des Goldpreises zu profitieren. Denn sie verkaufen ihr Gold typischerweise selbst auf Termin. Jede Unze, die heute aus dem Boden geholt wird, wurde schon vor sechs bis zwölf Monaten verkauft. Zu den (Future-)Preisen von damals. Und heute werden die Unzen verkauft, die in sechs bis zwölf Monaten produziert werden. Die zukünftigen Erträge der Minen sind zum Teil noch gar nicht richtig in den heutigen Aktienkursen eingepreist.

Am Sonntag kommt nun aber erst einmal die Wahl. Olaf Scholz übergibt ein Land, in dem immer mehr Menschen sich den politischen Rändern zuwenden – vor allem auch, weil die Wirtschaft schwächelt und mittlerweile fast allen europäischen Ländern hinterherhinkt. Für die nächste Bundesregierung bietet diese Entwicklung eine historische Chance. Das Fenster für eine neue Migrationspolitik ist bereits offen. „Andere Fenster, hinter denen die Luft ebenfalls stickig geworden ist, können und sollten auch aufgerissen werden“, kommentiert die „Neue Zürcher Zeitung“. Insbesondere gilt das für die Wirtschaftspolitik.

Halbe Reformen werden nicht ausreichen. Wenn die Bundesrepublik zurück an die Weltspitze will, muss die neue Regierung radikale Schritte wagen. Um mehr Investitionen in Infrastruktur, in Bildung und Forschung, in Digitalisierung und auch in Verteidigung zu leisten, ist ein Aufweichen der Schuldenbremse – wie von Grünen und Sozialdemokraten gebetsmühlenartig gefordert – allerdings gar nicht erforderlich. Bürgergeld, Subventionen, Entwicklungshilfe – es gibt genügend Einsparpotenzial.

Es braucht eine Renaissance der Ordnungspolitik. Der Staat legt die Spielregeln fest und führt eine Missbrauchskontrolle wirtschaftlicher Macht durch, aber er verzichtet auf jede Intervention ins Wirtschaftsleben. Ganz wichtig: Die neue Regierung muss die fehlgeleitete Energiepolitik sofort beenden inklusive einem Wiedereinstieg in die Kernenergie, der Aufhebung des Fracking-Verbots, um in Deutschland Erdgas zu gewinnen und die Erlaubnis Kohlekraftwerke mit einem System zur Abscheidung (und Lagerung) von CO2 auszurüsten.

In den USA gab es nun eine Gerichtsentscheidung, die das Geschäftsmodell zahlreicher KI-Firmen erschüttern könnte: Ross Intelligence darf seine KI nicht auf Daten von Thomson Reuters trainieren. Der Medienkonzern Thomson Reuters hatte 2020 das amerikanische KI-Unternehmen Ross Intelligence verklagt. Thomson Reuters warf Ross vor, die Inhalte seiner Plattform Westlaw unberechtigterweise zum Training einer KI verwendet zu haben. Nun hat ein Richter zugunsten von Thomson Reuters entschieden. Da werden die Macherinnen und Macher von Open AI und anderen KI-Unternehmen jetzt ins Schwitzen kommen.

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