Im Gegensatz zu Wagenknechts anti-israelischen Ausfällen in ihrem TV-Duell mit Weidel sollte man eigentlich meinen, die AfD-Chefin fährt einen klar pro-israelischen Kurs: Schließlich betonte sie zunächst Israels Selbstverteidigungsrecht, verurteilte Hamas-Gräuel und kritisierte Baerbock für ihre „Treffen mit Israelhassern“.
Aber was dann folgte, klang verdächtig nach jener Baerbock-Politik, die sie gerade noch kritisiert hatte. Man müsse den Konflikt mit der Hamas „differenziert sehen“, meint Weidel auf einmal – und ließ dann die Bombe platzen: „Keine deutschen Waffen nach Israel“ sei ihre Position.
Mit anderen Worten: Ja, rhetorisch steht sie an der Seite Israels in der Verteidigung gegen Islamisten, aber wenn es darum geht, Israel auch deutsche Waffen kaufen – wohlgemerkt kaufen – zu lassen, dann gibt es auch von ihr die kalte Schulter. Genau die gleiche Politik verfolgt aktuell auch Außenministerin Annalena Baerbock und die Ampel.
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