Das Hamburger Museum am Rothenbaum – Kulturen und Künste der Welt (MARKK) hat in den letzten Jahren einen starken Rückgang bei den Besucherzahlen verzeichnet. Im vergangenen Jahr besuchten rund 64.000 Menschen das Museum, das bis 2018 als „Museum für Völkerkunde“ bekannt war. Im Vergleich dazu waren es 2014 noch fast doppelt so viele Gäste, wie aus einer Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Bürgerschaftsfraktion hervorgeht.
Auch in diesem Jahr setzt sich der negative Trend fort. Bis Ende August 2024 wurden lediglich 35.000 Besucher gezählt, was hochgerechnet etwa 52.000 Gäste für das Gesamtjahr bedeutet. Grund für den Besucherrückgang scheint das neue Image des Museums zu sein. Statt spannender Ausstellungen versucht man jetzt, politisch korrekt zu sein und „die Aufarbeitung von kolonialer Kultur“ zu vermitteln – bei den Besuchern kommt dieser Versuch offensichtlich nicht gut an. Im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt versucht Museumsdirektorin Barbara Plankensteiner, diesen Trend zu erklären.
Die 61-Jährige hat 2021 die Leitung des Museums übernommen. Laut Plankensteiner seien die Zahlen bereits seit 2014 rückläufig. Dies ließe sich laut der Direktorin nicht auf einen Faktor zurückführen. Früher hatte das Museum „eine hohe Resonanz durch populäre, folkloristische Feste und Märkte erzielt“, so Plankensteiner. Doch diese Feste wurden auch schon vor ihrer Zeit nicht mehr durchgeführt. Des Weiteren hätten eine „Generalsanierung des Hauses“, der „Umzug der Bibliothek“ und die Corona-Pandemie ihr Übriges getan. All dies hätte „das Museum lange aus dem öffentlichen Fokus genommen“.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











