Fidias Panayiotou ist eigentlich kein Politiker. Er kommt aus Zypern und wurde bekannt als YouTuber und TikToker. Mit Millionen-Reichweite, verrückten Challenges und zum Teil sehr grenzwertigen Aktionen. Spätestens mit Videos wie seiner „Hugging 100 Celebrities“-Challenge, bei der er es tatsächlich schaffte, seinen Helden Elon Musk zu umarmen, kannte man ihn auch international.
Genau dieser Mann sitzt heute im Europäischen Parlament und trifft damit Entscheidungen mit, die rund 450 Millionen EU-Bürger betreffen. Bei der Europawahl 2024 in Zypern kandidierte Panayiotou – zunächst so halb ernst gemeint, dann zunehmend mit echter Ambition. Er stellte sich offen als politischer Laie dar, sprach von Transparenz, von Nahbarkeit und Lernbereitschaft – und traf offenbar einen Nerv. Die Wahlbeteiligung in Zypern lag deutlich höher als bei der vergangenen Europawahl, Panayiotou erhielt überraschend viele Stimmen und wurde schließlich tatsächlich gewählt.
Heute zeigt er seinen Alltag in Brüssel und Straßburg auf Social Media und nimmt Follower in die EU-Institutionen mit. Für die einen ist er eine Witzfigur, für andere ein dringend nötiger Realitäts-Check für ein politisches System, das vielen Menschen zu abgehoben erscheint.
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