Bei Angriffen der islamistischen Terrororganisation Boko Haram sind nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters 20 Menschen getötet worden. Demnach stürmten bewaffnete Männer am Dienstag die Dörfer Pubagu im Bundesstaat Borno und Mayo-Ladde im benachbarten Adamawa. Die Angreifer sollen auf Motorrädern in die Orte eingefallen sein und zunächst die lokalen Milizen überwältigt haben. Anschließend seien Häuser und Geschäfte in Brand gesetzt sowie Lebensmittelvorräte geplündert worden.
In Pubagu wurden mindestens elf Menschen getötet, zwei weitere verletzt. In Mayo-Ladde sind neun Personen den Angriffen zum Opfer gefallen. Der Vorsitzende des örtlichen Gemeinderats, Mwada Saidu Uba, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur AP, dass sein Dorf zuvor niemals derartige Gewalt erleben musste. „Pubagu ist einer der Orte in unserem Verwaltungsbezirk, die bisher niemals einen solchen Angriff erlitten haben – bis gestern“, sagte er.
Die Attacken stehen im Zusammenhang mit einer neuen Welle bewaffneter Angriffe im Nordosten Nigerias. In den vergangenen Wochen gab es dort wiederholt Berichte über Angriffe auf Dörfer und Militärstützpunkte. Besonders betroffen sind seit Jahren die Bundesstaaten Borno, Adamawa und Yobe. Trotz wiederholter Einsätze des Militärs gelingt es den Sicherheitskräften bisher nicht, die islamistischen Gruppen dauerhaft aus der Region zu verdrängen. In vielen ländlichen Gebieten übernehmen lokale Selbstschutzgruppen einen Teil der Sicherheitsaufgaben.
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