Alle „Passagiere der Selfie-Yacht“ seien wohlauf, hätten Wasser und Sandwiches bekommen, die Show sei vorbei, ließ das Israelische Außenministerium in der Nacht zum frühen Montag wissen, nachdem die Armee das Boot von Greta Thunberg und einigen anderen „Aktivisten“ abgeschleppt hatte. Die als Vorwand für den Trip nach Gaza geladenen Hilfsgüter würden die Empfänger auf anderen Wegen erreichen. Die Israelische Botschaft in Berlin setzte noch eins drauf und fügte hinzu, es habe jetzt „genug Drama für drei Staffeln“ gegeben.
Die Titulierung als „Selfie-Yacht“ finde ich bemerkenswert treffend und souverän für ein Land, dass sich an gleich mehreren Fronten von Feinden umstellt sieht, die mit brutaler und vor allem tödlicher Entschlossenheit zu Werke gehen. Zwischendrin segeln dann auch noch von der eigenen Wichtigkeit beseelte Wohlstandskids in Funktionsklamotten und Rettungswesten gen Gaza, um durch Ablichtung der eigenen Frontpartie ein Kämpfertum unter Beweis zu stellen, das mit grenzenloser Eitelkeit und iPhone 16 pro wegen der besseren Nachtaufnahmen bewaffnet ist. Motto: Ich und die Weltgeschichte.
Greta am Tag der Abreise gen Gaza. Dort kam sie nicht an.
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