In Mecklenburg-Vorpommern hat Justizministerin Jacqueline Bernhardt (Die Linke) für Aufsehen gesorgt: Sie ließ ihren Sohn kurz vor Beginn der Winterferien vom Unterricht beurlauben, um früher in den Familienurlaub zu reisen. Ein Schritt, der gegen die landeseigene Schulpflichtverordnung verstößt und nun zu scharfer Kritik führt – ausgerechnet von ihrer eigenen Partei.
Der Vorfall wurde ausgerechnet durch Bernhardts eigenen WhatsApp-Status publik. Auf einem Foto vom Berliner Flughafen BER beklagte die 48-Jährige am Freitag, dem letzten Schultag vor den Ferien, chaotische Bedingungen wegen Eisregens. „Totaler Stillstand! Flüge fallen aus!“, schrieb die Ministerin. Zu diesem Zeitpunkt hätte ihr Sohn eigentlich noch in der Schule sein müssen. Stattdessen hatte die Ministerin eine Beurlaubung erwirkt, was nach den Vorschriften des Landes unzulässig ist.
Die Ministerin bei der Vereidigung im Landtag von Schwerin.
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