Sieben Erkenntnisse für Israel und die Welt

vor 9 Monaten

Sieben Erkenntnisse für Israel und die Welt
Bildquelle: Tichys Einblick

Der Terroranschlag der islamistischen Hamas in Israel am 7. Oktober 2023 hat die Welt verändert. Für Israel ist inzwischen der gesamte Nahe Osten Kriegszone. Die Todfeinde des jüdischen Staates im Gaza-Streifen, im Libanon oder in Iran sind deutlich geschwächt. Israel ist zwar weltweit politisch isolierter denn je, was aber dank US-Präsident Donald Trump nur sehr wenige Auswirkungen hat.

Allerdings lassen die zahlreichen Antisemiten in aller Welt ihre jüdischen Mitbürger für Israels Waffengänge büßen; die etwa neun Millionen Juden außerhalb Israels müssen damit fertig werden, dass der mehr als 2000 Jahre alte Judenhass, der nach dem Holocaust zeitweise verschämt unterdrückt wurde oder unter einer dünnen Decke weit verbreiteter Schuldgefühle schlummerte, urplötzlich wieder ungehemmt erwachte.

In der westlichen Welt tobt sich der Antisemitismus aus, befeuert von der Kumpanei vieler linken Organisationen und islamistischer Gruppen, so heftig und aggressiv wie schon seit acht Jahrzehnten nicht mehr. Für traditionelle Rechtsradikale gehört die Abscheu von Juden ohnehin zu ihrer DNA.

Die zwei Jahre seit dem Horror des barbarischen Wütens der Palästinenser in israelischen Siedlungen, Kibbuzim und auf dem „Psytrance-Festival Supernova“ haben erneut belegt, in welch erbärmlichem Zustand sich Europa befindet. Fast alle Staaten des alten Kontinents lieferten immer neue Belege für ihre Realitätsferne, ihre Blindheit gegenüber den Herausforderungen durch den Islam sowie ihre politische Bedeutungslosigkeit für den Nahen Osten.

Auch in Deutschland wurde heftig gegen den jüdischen Staat protestiert und gewettert, brach allerorten der Antisemitismus aus – wenngleich zumindest die Bundesregierung sich den besonders krassen, israelfeindlichen Tiraden manch anderer europäischer Spitzenpolitiker – so in Frankreich, Spanien, Norwegen oder Großbritannien – verweigerte.

Sieben überwiegend düstere Erkenntnisse zwei Jahre nach dem entsetzlichsten Judenmord seit dem Holocaust, bei dem im Süden Israels binnen eines Tages 1195 Menschen ermordet und 251 Menschen als Geiseln verschleppt worden waren:

Bis zum zweiten Jahrestag des Massakers am Dienstag war es unklar, ob die Hamas den Friedensplan Trumps, insbesondere die Freilassung aller israelischen Geiseln, die freiwillige Entwaffnung und den Verzicht auf jegliche politische Einflussnahme im Gaza-Streifen akzeptieren würde. Sollte die Terrororganisation diese faktische Kapitulationserklärung hinnehmen, so wäre das zweifellos auch Ergebnis der rigorosen Kriegsführung Israels unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

Der auch in seiner Heimat heftig umstrittene Regierungschef, der erklärtermaßen erst nach dem Krieg über seine politische Mitverantwortung für den unerwartet und erschreckend folgenreichen Terror-Angriff am 7. Oktober 2023 sprechen will, hat sich als rigoroser, willensstarker Oberbefehlshaber der Streitkräfte erwiesen.

Der rote Faden aller Operationen des Militärs und der Geheimdienste war klar erkennbar: die Feinde Israels werden angegriffen, egal wo sie sich befinden und im Extremfall auch in Kauf nehmend, dass die palästinensischen Terroristen unschuldige Zivilisten als Schutzschilder missbrauchen.

Rote Linien setzte sich das Militär in diesem asymmetrischen Krieg, in dem die Terroristen gezielt in Kindergärten, Schulen und Krankenhäusern Unterschlupf suchten, lediglich in dem schier unmöglichen Bemühen um ein „humane Kriegsführung“. Die Anstrengungen, die Zivilbevölkerung zu verschonen – beispielsweise durch Informationen über nächste Angriffsziele – haben Israel nichts eingebracht. „Völkermord“ und „Hunger als Waffe“ lauteten die Vorwürfe, die nicht selten mit fabriziertem Propagandamaterial untermauert wurden.

„Den Krieg der Informationen und der Bilder hat die palästinensische Terrororganisation schon längst gewonnen – auch durch das Versagen westlicher Journalisten und Politiker“, kritisierte der Chefredakteur der Jüdischen Allgemeine, Philipp Peyman Engel.

Ungeachtet der weltweiten Kritik an Israel wegen der verheerenden Zerstörungen, dem Massenelend und dem Tod von Zehntausenden Palästinensern im Gaza-Streifen befahl Netanjahu – mit der entscheidenden Rückendeckung durch Trump – vor einigen Wochen die militärische Schlussoffensive.

Ziel war die sukzessive Eroberung und Besetzung auch der letzten Rückzugsorte der Hamas, insbesondere in Gaza-Stadt, wo sich anfangs noch eine Million Palästinenser befanden. Ungeachtet aller Massenproteste im Inland und der politischen Anfeindungen selbst von angeblichen Freunden Israels wie Frankreich oder Großbritannien hielt Israels Premier am Kriegsziel fest, die Hamas vernichtend zu schlagen; nie wieder sollte die Terrororganisation zu einem Massaker wie am 7. Oktober 2023 fähig sein.

Der inzwischen am längsten amtierende Ministerpräsident in der 82-jährigen Geschichte Israels konnte Dank Trumps unbeirrter Solidarität mit dem jüdischen Staat erfolgreich dessen Todfeinde im gesamten Nahen Osten angreifen, viele Führungsfiguren ausschalten und die großen islamistischen Organisationen zumindest nachhaltig schwächen.

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