Jan Böhmermann hat sich in seiner ZDF-Sendung Magazin Royale über die Unschuldsvermutung lustig gemacht. Anlass waren die Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen. Besonders machte er sich über Ulmens Anwalt, den Medienrechtler Christian Schertz, lustig – dieser hatte Böhmermann bereits gegen Erdogan vertreten. Zu Gast waren in der Sendung am Freitagabend auch die beiden Geschäftsführerinnen von HateAid.
Begleitet wird der Comedian in der Sendung von der Kunstfigur des „Scherz-Anwalts Christian Witz“, der ihn daran erinnert, über „Verdachtsberichterstattung“ zu reden und auf die Formulierung „soll“ bei Vorwürfen zu achten. Böhmermann vermutet, dass das Vorgehen von Ulmens Anwalt gegen den Spiegel-Bericht nur ein Mittel sei, um Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Collien Fernandes’ Vorwürfen zu säen. Böhmermann selbst habe den Verdacht, dass der Anwalt dem Spiegel etwas verbieten lassen wolle, „was der Spiegel gar nicht getan hat“.
Denn der Rechtsanwalt Schertz will dem Magazin untersagen, den Eindruck zu erwecken, dass Ulmen sexualisierte Deepfakes seiner Ex-Frau verschickt habe. Böhmermann sagt, bei ihm sei dieser Eindruck nicht erweckt worden, und er habe den Artikel siebenmal gelesen. Tatsächlich wurde der Vorwurf, dass Ulmen Deepfakes verbreitet haben soll, im Spiegel-Artikel „Du hast mich virtuell vergewaltigt“ nicht explizit erhoben.
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