Eine warme Wohnung wird zum Luxus. Die Explosion der Preise für Fernwärme kündigt sich schon an. Und sie wird in den nächsten Wochen und Monaten voll durchschlagen. Schuld daran sind politische Entscheidungen in Brüssel und in Berlin. Und die neue Regierung aus Union und SPD will voll in diese Richtung weiterfahren. Das schreibt sie ganz offen in ihren Koalitionsvertrag und der künftige Kanzler Friedrich Merz erzählt es ebenso offen in alle Kameras.
Friedrich Merz stellt vor seiner Wahl zum Kanzler schon mal in Aussicht, dass die Menschen in Deutschland für ein warmes Zuhause deutlich mehr werden zahlen müssen. Bei Karen Miosga begründete er das mit dem Klimaschutz. Und mit einem Unterton des gespielten Verständnisses stellte Friedrich Merz es so dar, als sei das alles so eine Art Naturgesetz und alternativlos. Nicht wenige fühlen sich da sicherlich an seine Vorvorgängerin Angela Merkel erinnert.
Mit einem Unterton des gespielten Verständnisses stellte Friedrich Merz es bei Karen Miosga so dar, als seien hohe Energiepreise eine Art Naturgesetz und alternativlos.
Für die Menschen in Hamburg, in Bremen und auch im Saarland, sind das aber alles keine Ankündigungen und leeren Worte mehr, sondern in diesen Bundesländern haben alle Haushalte mit Fernwärme bereits Post bekommen. Bislang zahlen Bestandskunden in Hamburg beispielsweise 10,9 Cent pro Kilowattstunde netto. Künftig werden es nach Angaben der Hamburger Energiewerke 14,2 Cent sein. Im Saarland müssen Menschen schon jetzt die höheren Rechnungen bezahlen. So berichtet der Saarländische Rundfunk von einem Hausbesitzer, der bisher 1.800 Euro für die Fernwärme bezahlen musste und jetzt eine neue Rechnung bekam. Die fiel über nahezu 3.900 Euro aus. In Bremen werden die Kosten für Fernwärme je nach Größe der Wohnung oder Art des Hauses irgendwo zwischen 200 Euro und 600 Euro zusätzlich pro Jahr liegen. Aus den anderen Bundesländern gibt es bisher noch keine offiziellen Ankündigungen oder gar Berechnungen.
Fernwärmerohre liegen gestapelt auf einer Wiese
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