Der Koalitionsstreit geht in die nächste Runde! Nachdem die SPD einen sogenannten „Stadtbild-Gipfel“ im Kanzleramt einberufen hatte, legt der Chef der Jungen Union einen drauf. Er fordert, dass der Gipfel in Gelsenkirchen stattfinden solle, damit die „Genossen sich der Realität stellen“. Das verkündete der Vorsitzende der Jungen Union Johannes Winkel am Montagmorgen auf der Plattform X.
Auslöser der jüngsten Eskalation war Merz’ Bemerkung über das migrantisch geprägte „Stadtbild“, die sich immer mehr zu einer Regierungskrise entwickelt. SPD-Chef Lars Klingbeil attackierte den Kanzler öffentlich, warf ihm „Spaltung“ vor und stellte sich demonstrativ an die Spitze der Kritiker. Am vergangenen Freitag folgte SPD-Vizefraktionschefin Wiebke Esdar, die sich bei einer Demonstration in Bielefeld sogar in die erste Reihe einer Demo gegen den eigenen Regierungschef stellte. Droht die Koalition auseinanderzubrechen?
Wiebke Esdar (41, SPD) marschierte am Freitag auf einer Demo in Bielefeld gegen den Bundeskanzler.
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