Der niederländische Schriftsteller Leon de Winter wird nicht wie geplant beim Jüdischen Kulturfestival in Osnabrück auftreten. Grund ist eine Kolumne, die er Anfang Mai in der Welt veröffentlicht hatte.
„Herr de Winter hat sich über die AfD geäußert. In seiner Kolumne fragt er: ‚Bin ich jetzt auch gesichert rechtsextrem, weil ich bestimmte Dinge richtig finde, die die AfD zur Migrationspolitik sagt?‘“, schilderte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Osnabrück, Michael Grünberg, dem NDR. „Im Grunde genommen ist es nichts anderes als eine Verharmlosung der AfD, und das ist nicht die Sichtweise der Jüdischen Gemeinde Osnabrück, das ist nicht die Sichtweise eines Demokraten. Deswegen haben wir uns entschlossen, Herrn de Winter auszuladen.“ Das Zitat, das Grünberg de Winter über die AfD in den Mund legt, hat der wörtlich so allerdings nicht in der Kolumne geschrieben.
Gegenüber der Jüdischen Allgemeinen erklärte Grünberg weiter: „Der einzige Grund für die Ausladung von Leon de Winter waren die Sätze in seiner Kolumne über die AfD, in denen er diese Partei verharmlost hat. Auf dem Podium eines Kulturfestivals in Osnabrück sollte niemand sitzen, der diese Haltung vertritt.“ Die AfD sei „die größte Gefahr für die Demokratie in Deutschland“.
DEUTSCHLAND: Klingbeil präsentiert Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027 & Finanzplan bis 2030











