Reinhard Kardinal Marx hat die Priester und hauptamtlichen Seelsorger im Erzbistum München und Freising angewiesen, die umstrittene Handreichung „Segen gibt der Liebe Kraft“ als Grundlage der Seelsorge einzuführen. Dadurch sollen Segensfeiern für homosexuelle Verbindungen oder auch für wiederverheiratete Geschiedene ermöglicht werden. Wer dies nicht selbst vornehmen will, kann das zwar noch verweigern – muss die schwulen oder lesbischen Paare aber künftig an den Dekan oder an andere Seelsorger verweisen, die eine solche Segnung vornehmen würden.
Grundlage dafür ist eine Handreichung der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und des Zentralkomitees der Katholiken (ZdK), mit der sich das Erzbistum München und Freising in direkten Widerspruch zu den Dogmen der katholischen Kirche begibt. In einem Brief von Kardinal Marx, über den die katholische Zeitung Die Tagespost berichtet, wird die entsprechende Handreichung als „Grundlage des seelsorglichen Handelns“ proklamiert.
In seinem Brief erteilt Marx auch noch den politisch-missionarischen Auftrag, den theologischen Sinn des Segens allen zu erläutern, „die sich mit dieser Segnung noch schwertun“. Das Papier stellt klar, dass die Segnungen nicht dem Sakrament der Ehe gleichkommen. Dies bedeute jedoch nicht, wie Kardinal Marx klarstellte, „dass die Segnung einer nicht sakramentalen Verbindung, die in vielen Fällen schon eine standesamtlich geschlossene zivile Ehe ist, das Paar an den Rand der Gemeinde und der Kirche rückt“.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











