Nach dem Tod eines der mächtigsten Drogenbosse Mexikos ist es in Teilen des Landes zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. In mehreren Bundesstaaten setzten Mitglieder des betroffenen Kartells Autos, Banken, Tankstellen und Läden in Brand. Zudem wurden Stützpunkte der Nationalgarde attackiert, heißt es lokalen Berichten zufolge. Es soll dabei Tote und Verletzte gegeben haben.
Nemesio Oseguera Cervantes, auch bekannt als „El Mencho“, war am Sonntag bei einem Militäreinsatz getötet worden. Der ehemalige Polizist führte seit 2011 das Drogenkartell „Jalisco Nueva Generación“ an, den mächtigsten und direktesten Konkurrenten des berüchtigten Sinaloa-Kartells. Die USA hatten eine Belohnung von 15 Millionen US-Dollar auf den Drogenboss ausgesetzt – seine kriminelle Organisation importiert unter anderem Fentanyl in die Vereinigten Staaten. Washington stuft das Kartell als ausländische Terrororganisation ein.
Offenbar hatten auch Hinweise von US-Behörden den Mexikanern die Festnahme des Kartellchefs ermöglicht. Bei der Razzia des Militärs im Bundesstaat Jalisco starben sieben Kartellmitglieder, unter ihnen schließlich auch „El Mencho“, der während der Verbringung nach Mexiko-Stadt starb. Zwei weitere Kriminelle wurden festgenommen.
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