Die „Herzkammer der Sozialdemokratie“ hat SPD-Legende Herbert Wehner einst Dortmund genannt. Deshalb ist das Ergebnis dort für die Partei auch besonders schmerzlich:
Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg stellt die SPD nicht mehr den Oberbürgermeister der Stadt. Der sozialdemokratische Amtsinhaber Andreas Westphal verliert klar gegen seinen Herausforderer Alexander Kalouti von der CDU.
In Duisburg, Gelsenkirchen und Hagen hatte es jeweils der AfD-Kandidat in die Stichwahl geschafft. Überall bildete sich sofort die bekannte Querfront von CDU, SPD, Grünen und „Linken“ und rief ihre Anhänger zur Wahl des jeweiligen Gegenkandidaten auf. Der Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU mit der Linkspartei geilt wohl nicht, wenn man gemeinsam zur Wahl eines Politikers aufruft.
Das hat gewirkt. In Duisburg und Gelsenkirchen gewinnen die SPD-Kandidaten, in Hagen zieht ein CDU-Mann ins Rathaus.
Die 800.000 Wahlberechtigten der Domstadt haben Torsten Burmester (SPD) klar den Vorzug vor der grünen Kandidatin Berivan Aymaz gegeben. Die bisherige parteilose und chronisch umstrittene Oberbürgermeisterin Henriette Reker war nicht wieder angetreten.
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