Hochmoderne Technik und präzise Waffensysteme alleine gewinnen keinen Krieg, wenn die Logistik nicht stimmt. Die U.S. Navy lernt das gerade aufs Neue. Wie das Wall Street Journal berichtet, hat die US-Marine massive Probleme, die Munition ihrer Kriegsschiffe nachzufüllen, während die im Einsatz sind.
Laut Pentagon-Strategen könne man bei einem Konflikt im West-Pazifik schon innerhalb weniger Tage oder Stunden ohne Munition dastehen – und müssten dann wochenlang zurückfahren, zu Häfen auf Hawaii oder an der kalifornischen Küste fahren, um den Bestand wieder aufzufüllen. In einer Kriegssituation, etwa bei einem Konflikt mit der chinesischen Marine, wäre das fatal. Wichtige Schiffe würden über längere Zeit faktisch ausfallen.
Und dieses Szenario ist dabei längst keine Theorie mehr, sondern im Nahen Osten längst Realität. Etwa, wenn es um den Kampf gegen die islamistischen Huthis im Jemen geht. Dort ist die US-Marine im Roten Meer im Einsatz, um Frachtschiffe vor den Angriffen der Terrormiliz zu schützen – und verschießt dabei regelmäßig eine größere Anzahl an Raketen. Daher muss man immer wieder Schiffe aus dem Einsatzgebiet abziehen, durch den Suezkanal nach Griechenland oder Spanien fahren, um Munition nachzufüllen.
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