Kirchenasyl in Bremen: Menschenkette verhindert Abschiebung eines Somaliers – Polizei kapituliert

vor mehr als 1 Jahr

Kirchenasyl in Bremen: Menschenkette verhindert Abschiebung eines Somaliers – Polizei kapituliert
Bildquelle: NiUS

Etwa hundert Aktivisten und ein Pastor haben verhindert, dass die Bremer Polizei einen nicht asylberechtigten Somalier aus dem Kirchenasyl holen und nach Finnland abschieben konnte. Die Beamten zogen unverrichteter Dinge wieder ab.

Zum ersten Mal sollte in Bremen ein Kirchenasyl geräumt werden – und die Aktion scheiterte kläglich: Rund hundert teilweise vermummte Aktivisten erwarteten die Polizisten, die um kurz nach 3.00 Uhr nachts mit drei Mannschaftswagen vor der Zionskirche in der Neustadt eingetroffen waren, um Ayoub I. mitzunehmen.

Der 25-jährige Somalier sollte nach Finnland rücküberstellt werden, wo er, aus Russland kommend, zuerst registriert worden war. Nach den Dublin-Regeln ist daher das Erstaufnahmeland Finnland für sein Asylverfahren zuständig. Dort aber habe man gedroht, ihn wieder über die finnisch-russische Grenze zu schaffen, daher sei er nach Deutschland weitergereist und habe hier einen Asylantrag gestellt.

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