Kita in Gelsenkirchen bringt Kindern arabische Schriftzeichen und islamisches Beten bei

vor 4 Monaten

Kita in Gelsenkirchen bringt Kindern arabische Schriftzeichen und islamisches Beten bei
Bildquelle: Apollo News

Ein pädagogisches Projekt zum Ende des Ramadan hat in einer städtischen Kindertagesstätte in Gelsenkirchen eine hitzige Debatte entfacht. Das berichtet der Sender RTL West. Demnach sei in einer Kita im Gelsenkirchener Stadtteil Resser Mark ein Projekt durchgeführt worden, bei dem die Kinder lernen sollten, wie man in einer Moschee betet und wie man seinen Namen in arabischen Schriftzeichen schreibt. Enxhi Seli-Zacharias, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der NRW-AfD, berichtet von besorgten Eltern, die sich hilfesuchend an sie gewandt hätten.

Der Stadtteil Resser Mark weist mit rund 17 Prozent einen deutlich geringeren Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund auf als der Gelsenkirchener Durchschnitt von über 42 Prozent. Zu dem konkreten Fall wollte sich das NRW-Familienministerium gegenüber RTL West nicht äußern. Dennoch heißt es, so der Sender: „Beim Kennenlernen anderer Kulturen, Lebensstile, Haltungen oder Religionen geht es darum, Verständnis und Akzeptanz zu fördern und selbstverständlich nicht darum, Kinder und ihre Familien den eigenen Werten zu entfremden.” Von einem Pressesprecher der Stadt Gelsenkirchen hieß es: „Die Kita Herforder Straße setzt jährlich pädagogische Angebote zu religiösen Festen um. Neben der Osterfamilienfeier, dem St.-Martin-Familienfest, der Nikolausfeier und der Weihnachtsfeier sind Ramadan und Zuckerfest nur zwei dieser Feste.”

Schon im vergangenen Jahr hatte es an einer Schule in Gelsenkirchen Aufsehen gegeben. Die Gelsenkirchener Gesamtschule Erle stellte damals vollständig auf Halal-Essen um: Ab dem kommenden Schuljahr werden alle Speisen, die an der Schule angeboten werden, halal sein, also nach muslimischen Standards rein. Das gab die Schule auf ihrer Homepage bekannt: „Alle Speisen sind halal“, heißt es dort. Das betrifft vor allem alle Fleischspeisen; zusätzlich wird eine vegetarische Option angeboten. Zuerst berichtete darüber Nius. Das Essen ist damit frei von Schweinefleisch; das Fleisch stammt zudem aus rituell vorgeschriebenen Schlachtungen. Der Wechsel hin zu rein halal-zertifiziertem Essen erfolgt infolge des neuen Caterers, der türkisch geführten „Müttis Küche“. Dieser beliefert insgesamt neun Schulen in Gelsenkirchen und setzt maßgeblich auf halal-zertifiziertes Fleisch.

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