Es war ein Auftritt von vorgestern: Bärbel Bas steht auf dem Juso-Kongress in NRW und warnt vor den „neoliberalen Dogmen“, die den Diskurs dominieren würden. Die soziale Marktwirtschaft werde „infrage gestellt“ – und zwar von den Arbeitgebern. Gegen die, diese „Männer im Maßanzug“ müsse man „gemeinsam kämpfen“, sagt Bärbel Bas.
Gegen Männer in Anzügen polemisieren, dafür ist ein Juso-Kongress immer gut. Philipp Türmer, der relativ bourgeoise Chef der Jungsozialisten, will, dass „die wieder Angst vor uns haben“. Politik der Angst – auch eine Ansage. Die SPD ist jedenfalls ganz links und ganz unten angekommen, wenn man diesen Reden lauscht – insbesondere der Ministerin.
Was diese betreibt, ist nicht nur intellektuell sehr niedrigschwelliger Populismus – der Auftritt demonstriert in bedenklichem Maße, dass Bärbel Bas nichts verstanden hat. Weder ihr Amt und ihre Aufgaben, noch die Lage des Landes. Und die soziale Marktwirtschaft, die sie angeblich schützen will, sowieso nicht.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











