Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker scheidet zum 1. November nach 10 Jahren aus dem Amt. Im Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger äußerte sich die parteilose Politikerin auch zu ihrem bekanntesten Satz: Der „Armlänge Abstand“.
Nach der Kölner Silvesternacht 2015, als hunderte Frauen Opfer vor allem sexueller Übergriffe auf der Domplatte wurden, hatte Reker gesagt, es gebe „immer eine Möglichkeit, eine gewisse Distanz zu halten, die weiter als eine Armlänge betrifft.“ „Das würde ich nicht mehr aus einer städtischen Broschüre zitieren, das würde ich überhaupt nicht mehr sagen“, erklärte Reker nun dazu. Schon 2016 hatte sie ihren Satz als „unglücklich“ bezeichnet.
Warum sie den Satz nicht mehr sagen würde, erläutert sie im Interview: „Weil das so verstanden wurde, als wäre den Frauen nichts passiert, wenn sie eine Armlänge Abstand gehalten hätten. So war es nicht gemeint.“ Der Satz hatte damals Empörung und Spott ausgelöst – die „Armlänge Abstand“ wurde schnell zum geflügelten Wort und zum bitteren Witz.
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