Die linke Umweltministerin Kolumbiens, Irene Vélez, plant die Tötung von über 80 Nilpferden. Die Tiere gelten als invasive Art und sind Nachfahren der Hippos aus dem Privatzoo des berühmten Drogenbarons Pablo Escobar. Darüber berichtet die taz.
Mit dem am Montag vorgestellten Managementplan zieht die Regierung die Konsequenz aus einem Problem, das über Jahrzehnte gewachsen ist. Umweltministerin Irene Vélez kündigte am Montag ein Maßnahmenpaket an, dessen umstrittenster Teil ein Euthanasie-Protokoll ist. Damit will der Staat erstmals in größerem Umfang gegen die unkontrolliert wachsende Population vorgehen.
Der Ursprung der Tiere reicht bis ins Jahr 1981 zurück. Damals ließ Escobar vier Nilpferde auf seine Hacienda Nápoles bringen. Nach seinem Tod 1993 übernahm der Staat zwar das Anwesen, griff aber bei den Tieren nicht konsequent ein. So konnten sich die Hippos ungehindert vermehren. Weil in Kolumbien natürliche Feinde fehlen und auch die klimatischen Bedingungen günstiger sind als in ihrer afrikanischen Heimat, breitete sich die Population besonders schnell aus.
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