Das einwohnerstärkste deutsche Bundesland, Nordrhein-Westfalen, hält am 14. September seine Kommunalwahl ab. Neben den kommunalen Parlamenten werden auch etliche Bürgermeister gewählt. Für Kanzler Merz und seine CDU sowie die SPD, seinen Juniorpartner, ist die Kommunalwahl die erste Bewährungsprobe, 131 Tage nachdem Merz Kanzler wurde.
Während die CDU insbesondere im ländlichen Nordrhein-Westfalen stark ist, hat die SPD ihre traditionelle Hochburg im Ruhrgebiet. Das Ruhrgebiet, eine Region, die viele Arbeiter beherbergt, auch als „Herzkammer der Sozialdemokratie“ bekannt, dürfte für die SPD von besonderem Interesse sein. Doch genau in dieser Herzkammer der Sozialdemokratie muss sich die SPD um ihre Wähler sorgen.
Bei der Bundestagswahl im Februar dieses Jahres musste die SPD ihre einstige Vorreiterrolle im Ruhrgebiet abgeben. Die CDU wurde erstmals seit 1957 wieder stärkste Kraft in der Region. Zwar nur mit 26,2 Prozent, aber damit 2,6 Prozentpunkte vor der SPD, die mit 23,6 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis im Ruhrgebiet aller Zeiten holte. Ein Abstieg, der sich seit mehreren Jahren abzeichnete – auch auf kommunaler Ebene.
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