In Berlins Landesamt für Einwanderung steht der Verdacht im Raum, dass Termine und Staatsbürgerschaften gegen Geld vergeben wurden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in mindestens zwei Fällen – darunter wegen Bestechlichkeit, Falschbeurkundung im Amt und Siegelmissbrauch. Mehrere Razzien haben bereits stattgefunden, berichtet die Bild.
Nach Bild-Informationen durchsuchten Ermittler am 19. Juni drei Wohnungen sowie ein Dienstzimmer im Landesamt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte: „Wegen Paragraf 332 Strafgesetzbuch haben wir an drei Wohnanschriften durchsucht.“
Der Leiter des Landesamts, Engelhard Mazanke, informierte die Mitarbeiter in einer internen Mitteilung über die laufenden Ermittlungen: „Heute früh wurde ein Büro im Referat E6 durch das Landeskriminalamt durchsucht.“ Es gehe um de „Verdachts auf Terminvergabe gegen Entgelt“. Die Anzeige habe der Anti-Korruptionsbeauftragte erstattet. Mazanke betonte: „Anders als in anderen Fällen in der Vergangenheit besteht hier ein bloßer Anfangsverdacht.“ Es wäre falsch, davon auszugehen, dass „die Kollegin sich an der Terminnot von Kunden bereichert“ habe.
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