Kann es sein, dass Links seine Attraktivität verloren hat und nicht mehr als progressiv, modern und gutmenschlich gilt, sondern nur noch für militante Schläger interessant ist? Denn zur Verhinderung des AfD-Parteitags in Erfurt kamen längst nicht all die Massen angereist, die normalerweise den Nebel bilden, in dessen Schutz sich die Krawallgenossen an ihre Opfer heranrobben können. Dabei hatte doch auch der DGB zur Verteidigung „unserer Demokratie“ aufgerufen! Was einiges aussagt über dessen Demokratieverständnis. Doch wenn es um die AfD geht, verlieren linke Kreise den Verstand und jeden Anstand und wähnen sich in einem Widerstand, der alles rechtfertigt. Weil ja die neuen Nazis vor der Tür stehen.
Doch wer glaubt das noch außer ein paar Jungs und Mädels, die auf Putz aus sind? Oder – außer den Journalisten, die es nicht zu kümmern scheint, wenn ihresgleichen angegriffen wird, schließlich bleiben Faschisten Faschisten, auch wenn sie einen Presseausweis tragen? Bild war die rühmliche Ausnahme und kommentierte die Angriffe auf die Journalisten von Apollo News und Junge Freiheit entsprechend. Dass es nicht noch weit schlimmer zuging in Erfurt, wie nicht nur die Polizei befürchtete, lag wohl daran, dass AfD und Polizei den linken Widerstand richtig einschätzten: die kommen halt nicht früh genug aus den Betten. Die AfD-Delegierten waren schneller und waren in der Halle, bevor blockiert werden konnte.
Was behauptete die Gruppe „Widersetzen“ vor der gescheiterten Blockadeaktion? „Wir sind kreativ, offen und einladend für die Erfurter Bevölkerung. Von uns wird keine Eskalation ausgehen.“ Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
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