Die Ehefrau des linken spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez wurde wegen mutmaßlicher Einflussnahme und Bestechung vom Ermittlungsrichter Juan Carlos Peinado angeklagt. Ihr wird vorgeworfen, ihren Einfluss als Ehefrau des Regierungschefs genutzt zu haben, um bevorzugten Unternehmen staatliche Aufträge zu verschaffen. Sie wird sich nun vor einem Gericht in Madrid verantworten müssen, wie Bloomberg berichtet.
Die Ermittlungen gegen Sánchez’ Ehefrau reichen schon Jahre zurück. Bereits im April 2024 ermittelte ein Gericht unter der Leitung von Richter Peinado, nachdem eine Gewerkschaft Anzeige gegen Gómez erstattet hatte. Dabei setzte er sich gegen die Staatsanwaltschaft durch, die jegliche Ermittlungen aufgrund vermeintlich fehlender Beweise mehrfach einstellen wollte. Peinado wies einen entsprechenden Einspruch der Staatsanwaltschaft zurück – die Untersuchung sei „gerechtfertigt“. Jetzt hat der Richter nach jahrelangen Ermittlungen Anklage gegen Begoña Gómez erhoben.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen schwere Korruptionsvorwürfe gegen Gómez. Gleich mehrere Vergehen stehen im Raum. Sie soll ihr Amt als Leiterin einer besonderen Universitätseinrichtung an einer Madrider Universität genutzt haben, um ihren Einfluss zu missbrauchen und sich Gelder von Firmen für ihr Projekt zu sichern. Im Gegenzug wurden die Unternehmen bei der Vergabe staatlicher Aufträge bevorzugt. Zudem soll Gómez mit Universitätsgeldern eine Software für sich behalten und auf ihren eigenen Namen registriert haben. Ihr wird auch die Veruntreuung von Staatsmitteln vorgeworfen. Sie soll eine Angestellte aus dem Büro ihres Mannes für eigene Projekte haben arbeiten lassen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











