2.984 Euro. So viel müssen die Bewohner eines Pflegeheims oder ihre Angehörigen durchschnittlich an Zusatzkosten zahlen. Jeden Monat.
Das hat der Verband der Ersatzkassen mitgeteilt, zu dem unter anderem die TK und die DAK gehören. Zwei bemerkenswerte Schallmauern kommen damit in Reichweite: Die der 3.000 Euro an Kosten dürfte bald durchbrochen sein – angesichts des rasanten Wachstums. Im Vorjahr lagen die durchschnittlichen Kosten noch bei 2.687 Euro. Das entspricht einer Wachstumsrate von 11,1 Prozent.
Bleibt es bei diesem Tempo, dann liegen die Zusatzkosten für ein Pflegeheim in etwa zwei Jahren doppelt so hoch wie die deutsche Durchschnittsrente. Doch auf diese Schallmauer braucht niemand zu warten, damit der folgende Satz gilt: Für durchschnittliche Arbeitnehmer und Steuerzahler ist ein Pflegeheim im Alter nicht bezahlbar. Werden sie pflegebedürftig, dann werden sie auch finanzielle Pflegefälle. Genau diese Armut sollte die Pflegeversicherung bekämpfen. Eigentlich.
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