Die gesetzlichen Krankenkassen rutschen in ein immer höheres Defizit, während ihre Rücklagen schrumpfen. „Es gibt fast keinen Spielraum mehr. Wenn sich die Lage weiter verschlechtert, ist ein Teil der Kassenlandschaft am Rande der Insolvenz“, sagte der Chef der DAK-Gesundheit, Andreas Storm, deshalb gegenüber der Ärzte Zeitung.
Er warnte in dem am Donnerstag erschienenen Bericht, dass „ein halbes Dutzend Krankenkassen mit deutlich über einer Million Versicherten“ schon bald zahlungsunfähig sein und so das gesamte Versicherungssystem einreißen könnten. Denn während die Kosten steigen, werden die Rücklagen immer kleiner. Noch vor wenigen Jahren lagen sie je nach Krankenkasse in Milliardenhöhe – jetzt sind es insgesamt nur noch 4,7 Milliarden Euro.
Bei der DAK, der drittgrößten deutschen Krankenkasse, belaufen sich die Reserven demnach aktuell auf einen Betrag, der gerade einmal 2,5 Tage abdecken würde. Gesetzlich ist eigentlich eine Mindestreserve von 0,2 Monatsausgaben, umgerechnet also etwa sechs Tagen, vorgesehen. Dieser Trend stelle „realistisches Gefährdungspotenzial“ dar, warnte Storm weiter.
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