Es geht geruhsam los an diesem Abend, doch die Stoßrichtung ist klar: Europa auf zu neuer Stärke, Trump die Stirn bieten und Putin besiegen. Die Zeichen stehen auf Angriff, und ganz vorn schwingt Lanz die Lanze.
Einhellig erfreut ist die Runde darüber, dass der Kanzler der zweiten Wahl auf der Münchner Sicherheitskonferenz derart markige Worte gegen die USA gefunden habe. „Das war ein anderer Merz“, sagt Marina Kormbaki (Illustrierte „Spiegel“). Er habe „mit Trumps Amerika auf offener Bühne gebrochen“, und das sei lobenswert. Ben Hodges frohlockt: „Der selbstbewussteste Bundeskanzler, den ich seit langem gehört habe.“ Als ehemaliger Oberbefehlshaber der europäischen US-Truppen (2014 bis 2017) lässt Hodges von Hause aus gern die Muskeln spielen, wie sich später in der Sendung noch eindrucksvoll zeigen wird.
Dass Merz in seiner Rede auch Fake News verbreitete, wird nicht debattiert. Etwa, dass die Meinungsfreiheit angeblich dort ende, wo sie sich gegen das Grundgesetz richtet. Dies ist nämlich rein rechtlich erlaubt, nur bei einem Merz eben nicht, der ja nicht ohne Grund hunderte Anzeigen wegen angeblicher Beleidigungen gegen einfache Bundesbürger angestrengt hat.
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