Die Dokumentation „Jetzt. Wohin“ über Robert Habecks (vorerst?) letzten Wahlkampf schlug schon vor seiner Veröffentlichung ausreichend Wogen, um ein Wasserkraftwerk zu betreiben, da die staatliche Förderung von zumindest einer der drei hauptfördernden Anstalten ein gewisses Geschmäckle aufwies.
Jetzt aber, wo Journalisten ihn vorab sehen durften (der Film startet ab 7. Dezember in ausgewählten Kinos, was ja eher einen kleinen Start konnotiert), stellt sich eine weitere Frage breitbeinig in den Raum: Taugt der Film denn was?
Die Antwort ist überraschenderweise ein verhaltenes „Ja“.
Filmemacher Lars Jessen begleitete Robert Habeck hinter den Kulissen bei seinem Wahlkampf für die Bundestagswahl 2025
Dieser Film ist gut gemacht und eben nicht auf dem Niveau einer ARD/ZDF Doku. Er hat ironische Züge, für die man schon die innere Lupe rausnehmen muss, aber schon zu Beginn sagt Habeck, dass er niemand sei, der etwas verspricht, um dann, nach der Wahl („Hätschi-Bätschi“) was anderes zu tun.
Dies ist natürlich, vielleicht ungewollt, ein ziemlich guter Seitenhieb auf Friedrich Merz – genau in die Rippen, ziemlich tödlich, wenn kein Rückgrat mehr da ist.
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