Die BR-Journalistin Julia Ruhs hat sich in der ersten Folge des neuen öffentlich-rechtlichen Reportageformats Klar kritisch mit dem Thema Migration auseinandergesetzt. Zu Wort kamen dabei unter anderem Michael Kyrath, der seine einzige Tochter 2023 beim Messer-Doppelmord in Brockstedt verlor, ein Jude, der über migrantischen Antisemitismus spricht, und Menschen mit Migrationshintergrund, die in Deutschland arbeiten und kein Verständnis für Migranten haben, die Bürgergeld beziehen, anstatt arbeiten zu gehen.
Neben Personen, die der aktuellen Migrationspolitik kritisch eingestellt sind, kam auch Jette Nietzard von der Grünen Jugend zu Wort, die pro-Migration eingestellt ist. Nietzard wurde gefragt, was sie Angehörigen von Opfern sagen würde, die durch Migranten zu Tode kamen. Sie entgegnete daraufhin, dass sie es „dumm“ fände, „auf die Frage zu antworten“. Im weiteren Verlauf erklärte sie: „Aber Kinder werden nicht mehr von afghanischen Attentätern ermordet als von deutschen Vätern.“
Das neue Format hat wegen seiner für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk er unüblichen, kritischen Berichterstattung zur Migrationspolitik viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen – und intern auch Kritik. Nicht jedem scheint der neue, kritische Ton zu dem Thema zu schmecken: Kollegen von Ruhs beschimpfen und verreißen ihre Arbeit gar öffentlich.
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