Eine neue bundesweite Initiative mit dem Namen „Krüppel gegen Rechts“ kritisiert die Behindertenpolitik der AfD. Die Gruppe sieht in den Positionen der Partei eine Gefahr für die Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderungen im öffentlichen Leben. Zuerst berichtete die Hessisch/Niedersächsische Allgemeine (HNA).
Konkret richtet sich die Kritik der Initiative gegen die behindertenpolitischen Positionen der AfD. Mandy Müller, Koordinatorin der Kasseler Ortsgruppe, sagt mit Blick auf die Parteiprogrammatik: „Aus dem gesellschaftlichen Bild würden die Behinderten so verschwinden.“ Nach Darstellung der Initiative setzt die AfD statt auf Inklusion auf Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und befürwortet Pflege durch Angehörige, während persönliche Assistenz eine geringere Rolle spiele. Dies gehe zulasten von Selbstbestimmung und Teilhabe.
„Krüppel gegen Rechts“ wurde am 17. Mai 2025 gegründet. Die Initiative beschreibt sich selbst als „menschenrechtsorientiert“, „zivilgesellschaftlich“ und „parteiunabhängig“. Auf ihrer Webseite erklärt sie, man setze sich ein „für Demokratie und Inklusion“ sowie „für die Unantastbarkeit der Würde aller Menschen“. Zugleich wendet sich die Gruppe nach eigener Darstellung „gegen rechtspopulistische Ideologien“ und „gegen alle Versuche, ein Leben mit Beeinträchtigung als minderwertig oder unwert zu diffamieren“. Unterstützt wird die Initiative nach eigenen Angaben unter anderem von der Amadeu Antonio Stiftung sowie von der Organisation „Omas gegen Rechts“.
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