Eine Grundschule in der US-Stadt Nashville hat den Disziplinareintrag gegen einen Lehrer gelöscht, der sich geweigert hatte, seiner ersten Klasse ein Kinderbuch über eine gleichgeschlechtliche Familie vorzulesen. Das berichtet der lokale Sender FOX 17. Die Schule reagierte demnach auf ein Anwaltsschreiben der konservativen Rechtsorganisation First Liberty Institute.
Der Lehrer Eric Rivera unterrichtete an der Charter-Schule KIPP Antioch College Prep Elementary. Nach Angaben von FOX 17 ging es um das Kinderbuch „Stella Brings the Family“, das Teil des Sprachunterrichts gewesen sei. Rivera habe erklärt, er könne das Buch aus religiösen Gründen nicht selbst vorlesen und habe stattdessen einen Kollegen gebeten, den Text zu übernehmen. „Ich glaube, dass das nicht das ist, wofür Gott eine Ehe und eine Familie vorgesehen hat“, sagte Rivera.
Gleich am folgenden Tag sei Rivera zur Schulleitung zitiert worden. In einem Schreiben, das First Liberty veröffentlichte, erhielt er eine „Final Warning“. Darin heißt es, Lehrer müssten den Lehrplan „with fidelity“ umsetzen. Weitere Verstöße könnten Disziplinarmaßnahmen bis hin zur Kündigung nach sich ziehen. Eine Kopie des Schreibens sollte in der Personalakte abgelegt werden.
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