Der US-Angriff auf Venezuela und die geopolitischen Erschütterungen sind die zentralen Themen bei Lanz. Die Lage der Welt soll ausgerechnet Elmar – „Joe Biden ist geistig topfit“ – Theveßen einordnen. Der umstrittene ZDF-Korrespondent aus Washington sieht „ein neues Weltbild“ und zitiert US-Außenminister Marco Rubio. Dem gehe es ja nicht um die Demokratie in Venezuela, sondern um das Wohlbefinden der USA. Außerdem: Viele Amerikaner seien der Meinung, „Trump kümmere sich zu viel um den Rest der Welt und zu wenig um das eigene Land“. Das werde Folgen haben. Kuba, Grönland – überall neue Krisenherde. Theveßen warnt: „Ich glaube, der Druck wird massiv werden auf die Menschen in Grönland.“
Der Politologe Peter Neumann sieht Europa im Zugzwang. Empörung über den Angriff der Amerikaner sei „ja noch keine Strategie.“ Die Mittelmächte bräuchten vielmehr dringend „eine neue Strategie, wie wir am Tisch der Großmächte noch einen Platz bekommen“. Trumps Idee einer Grönland-Annektion sieht er eher als „Riesen-Drohkulisse“: Wahrscheinlich werde es ein irgendwie geartetes Abkommen geben, ohne militärischen Druck aufzubauen. Das nächste politische Ziel der USA werde wohl eher Kuba betreffen.
Die venezolanische Aktivistin Paola Bautista de Alemán, führende Oppositionspolitikerin, die 2025 in die USA floh, gibt sich hoffnungsfroh: Sie erhofft sich nach dem Militäreinsatz den Beginn einer neuen Entwicklung Venezuelas hin zu einer Demokratie. Das Land sei von fremder Einflussnahme bestimmt. Beim Angriff am 3. Januar seien 32 Kubaner gestorben – diese hätten zur Präsidentschaftsgarde Maduros gehört. Diese Tatsache zeige, „dass wir bereits von kubanischen Kräften beherrscht werden“. Der Angriff sei aber auch eine „geopolitische Entscheidung“ gewesen, denn „80 Prozent des Öls, das Venezuela fördert, geht nach China“.
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