Der SPD-Chef Lars Klingbeil wird als neuer Finanzminister gehandelt: ein Mann, der Soziologie, Politikwissenschaft und Geschichte studiert hat und nie in seinem Leben einen Job außerhalb der Politik nachging. Er wäre nach dem Germanistik- und Philosophie-Studenten Robert Habeck der nächste Minister für ein ökonomisches Ressort, der keinerlei Expertise hierfür besäße.
Die ökonomische Lage könnte dramatischer kaum sein. Deutschland befindet sich in einer historischen Rezension. 2023 und 2024 schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt. Erst letzten Monat halbierte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) auch noch die Wachstumsprognose für dieses Jahr. Nur Mexiko erhielt in der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer eine schlechtere Aussicht. Der Internationale Währungsfonds (IWF) senkte Deutschlands Wachstumsprognose gar auf Null. Dazu kommt der internationale Handelskonflikt mit den USA.
Zusammen mit dem CDU-Chef Friedrich Merz und mit Unterstützung der Grünen brachte Lars Klingbeil (SPD) das historische Schuldenpaket durch den Bundestag.
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