Kritik an US-Präsident Donald Trump allein bringe Europa „keinen Millimeter weiter“, erklärte der CDU-Politiker Armin Laschet gegenüber der Funke Mediengruppe. Er appelliert an Europa, seine Beziehungen zu den Vereinigten Staaten trotz Differenzen gezielt zu vertiefen – besonders mit Blick auf Russland und China. Europa müsse alles daran setzen, „Trump so eng wie möglich an Europa zu binden“. Diese Nähe liege nicht nur im europäischen, sondern auch im amerikanischen Eigeninteresse.
Europa werde in Konflikten mit China und Russland wieder relevanter für die USA: „Trump wird uns auch noch mal brauchen“, stellte der ehemalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen fest. Doch gleichzeitig warnte er davor, sich ausschließlich auf die Vereinigten Staaten zu verlassen. Europa müsse vielmehr selbst handlungsfähiger werden. Es brauche eine neue Dynamik, die letztlich auch eine echte europäische Verteidigungsgemeinschaft umfassen könne.
Eine gemeinsame europäische Armee sei jedoch ein langfristiges Ziel, erklärte Laschet. Vorrangig sei zunächst der Aufbau einer europäischen Rüstungsindustrie, die Europa unabhängiger von Entscheidungen in Washington machen könne.
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