Die geplante Aktivrente könnte bis zu 32.000 zusätzliche Vollzeitstellen bringen. Das ergab eine Umfrage des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, wie die dpa berichtet. Die Umfrage wurde am Mittwoch veröffentlicht. Damit sich die Aktivrente jedoch auch für den Staat lohnt, bräuchte es mehr als 40.000 Menschen, die nach dem gesetzlichen Renteneintrittsalter weiterarbeiten. Denn erst dann würden die verminderten Einnahmen aus der Einkommenssteuer kompensiert werden, so legen es die Berechnungen nahe.
Bei der Aktivrente sollen Arbeitnehmer 2.000 Euro steuerfrei im Monat verdienen, wenn sie als Rentner weiterarbeiten. Ziel dieser Maßnahme ist es, ältere Menschen länger als Arbeitskräfte zu halten. Durch diesen steuerfreien Hinzuverdienst könnten 25.000 bis 33.000 Vollzeitstellen geschaffen werden. Das DIW befragte 3.000 Menschen zwischen 60 und 71 Jahren, ob sie sich vorstellen könnten, weiterzuarbeiten. Nach der Einführung der Aktivrente, die ab Januar 2026 gelten soll, würden demnach 47 Prozent der Befragten ablehnen, weiterzuarbeiten.
Unter den gegenwärtigen Steuerbedingungen liegt der Anteil derer, die nicht länger arbeiten würden, bei 52 Prozent. Wer länger arbeiten will, könnte sich vorstellen, ein Jahr oder mehr zu arbeiten. Laut der Bertelsmann Stiftung sind bisher 21 Prozent der 65- bis 69-Jährigen erwerbstätig. „Damit die Reform die Erwerbsbeteiligung Älterer tatsächlich erhöhen kann, muss die Politik die neuen Möglichkeiten aber aktiv bewerben – verständlich, über zielgruppengerechte Kanäle, mit klaren Beispielen“, fordert Eric Thode, Arbeitsmarktexperte der Stiftung laut AFP.
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