Ab Januar 2024 stehen für Versicherte und Arbeitgeber in Deutschland weitere finanzielle Belastungen bevor: Die Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung steigen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kündigte eine Erhöhung des Beitragssatzes zur Pflegeversicherung um 0,2 Prozentpunkte an. Diese Maßnahme sei dringend notwendig, da sonst „einige Pflegekassen in sehr schwieriges wirtschaftliches Fahrwasser geraten könnten“, erklärte der SPD-Politiker in Berlin. Aktuell liegt der Satz bei 3,4 Prozent und bei Kinderlosen bei 4 Prozent. In Zukunft liegen die Beiträge also bei 3,6 und 4,2 Prozent.
Dass der Bundestag die Entscheidung blockieren könnte, hält Lauterbach für unwahrscheinlich: „Dann würde ja einigen Pflegekassen nach einer kurzen Übergangsphase die Zahlungsunfähigkeit drohen. Das wird natürlich niemand wollen.“ Zur endgültigen Umsetzung der Erhöhung ist jedoch die Zustimmung des Bundesrats erforderlich.
Zusätzlich zur Erhöhung in der Pflegeversicherung sollen im neuen Jahr auch die Krankenkassenbeiträge durchschnittlich um 0,8 Prozentpunkte steigen. Die genaue Anpassung variiert jedoch, da jede Krankenkasse ihren individuellen Beitragssatz festlegt. Insgesamt ergibt sich damit ein Plus von einem Prozent an Versicherungsbeiträgen, was bei einem Bruttoverdienst von 3.000 Euro etwa 15 Euro weniger Nettoverdienst monatlich bedeutet – über das Jahr gerechnet sind dies rund 180 Euro weniger.
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