Am Sonntag fand die Stichwahl um einen freigewordenen Platz in der Nationalversammlung im dritten Wahlkreis des Départements Haute-Savoie statt. Der Kandidat der rechten Partei „Droites pour la République“ (UDR), Antoine Valentin, konnte sich mit knapp 60 Prozent der Stimmen durchsetzen.
Die UDR ist eine Abspaltung der konservativen Republikaner (LR) und befindet sich in einer Allianz mit Marine Le Pens dem Rassemblement National (RN) eingegangen. Gegenkandidat war Christophe Fournier von den Republikanern, der auf 40,9 Prozent der Stimmen kam. Etwa anderthalb Monate vor den Kommunalwahlen in ganz Frankreich wird das Abstimmungsergebnis auch als wichtiger Test gesehen.
Denn es ist das erste Mal, dass die Partei in dem Bezirk Haute-Savoie einen Sitz gewonnen hat. Die Wahlbeteiligung lag am Sonntag dabei bei lediglich 34,1 Prozent, wie Franceinfo berichtet. Die bisherige Abgeordnete Christelle Petex-Levet war am 6. November 2025 aus persönlichen Gründen zurückgetreten. Im Vergleich zum Wahlergebnis 2024 verlor die LR 15,3 Prozentpunkte, während die UDR um denselben Betrag zulegte. Die UDR spaltete sich 2024 von der LR ab. Während die UDR also auf Zusammenarbeit mit der RN setzt, ist die LR strikt gegen eine Annäherung. Sowohl der Vorsitzende der UDR als auch die Vorsitzenden des RN lobten Valentin für seinen Wahlsieg.
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